Rauchkuchlhaus
Schliersee 2010
Auf einem am Dorfrand in Seenähe gelegenen Grundstück mit Blick in die Bergwelt ist das Traumhaus der Fotografin Barbara Maurer und ihren Mann entstanden.
Das neue Zuhause, behaglich und großzügig zugleich, ausgerichtet auf die Berglandschaft, auf der Seewiese so platziert wie ein Stein, umgeben von einem Holzdeck, das die Assoziation eines auf einem Floß gelandeten Bootshauses weckt.
Die Konzeption des Hauses fußt auf einem einzigen Raum, gegliedert durch zwei warme „Steine“, welche in der Seewiese verankert, das Dach des Hauses tragen und alle vier grundlegenden Elemente Erde (Stabilität), Feuer (Wärme), Wasser und Luft enthalten.
In Anlehnung an die traditionellen „Rauchkuchln“, die alten ursprünglichen Feuer- und Kochstellen, welche große Kamine durch die Bauernhäuser dieser Gegend ziehen, nehmen diese „Steine“ alle haustechnischen Funktionen auf: Küche und Kamine mit Abzügen, Badezimmer mit kompletter Wasserinstallation, Wandheizung mit hoher Wärmekapazität zur Schaffung eines behaglichen Wohnraumklimas, Be- und Entlüftung über natürliche Konvektion in den „Steinen“.
Die „Steine“ werden im Boden durch Gründungspfähle fortgesetzt, die das Gewicht des Hauses auf festen Grund in 25 Meter Tiefe ableiten. Zusätzlich nehmen diese Pylonen die Soleleitungen für die Wärmepumpe auf und schaffen damit eine Synergie zwischen Statik und Heizung des Hauses.
Das Rauchkuchlhaus möchte in Symbiose mit dem Dorf und der Landschaft und für die Bauherren eine neue, zeitgenössische wieder gefundene Heimat sein.
In seiner Reihe "Traumhäuser" berichtete der Bayerische Rundfunk über das Rauchkuchlhaus am Schliersee. Thematisch an ökologischer und nachhaltiger Bauweise interessiert, begleitete das Team des BR in seiner dritten Staffel die Bauausführung des Rauchkuchlhauses an der Seewiese.
