Haus Wanda

Holzhausen am Ammersee 2008



Der Ort Holzhausen am Ammersee wird von einer bäuerlichen Baustruktur und seiner ruhigen verkehrsfreien Lage am sanft ansteigenden Westufer des Ammersees geprägt. Das lang gestreckte Baugrundstück befindet sich am Ortsrand und fällt zur offenen, freien Landschaft sanft ab. Am höchsten Punkt kann man den Blick über die Felder-Landschaft auf das gegenüber liegende Ufer und weiter bis in die bayerischen Alpen schweifen lassen. ... [mehr]








Haus Wanda

 

Holzhausen am Ammersee 2008

Der Ort Holzhausen am Ammersee wird von einer bäuerlichen Baustruktur und seiner ruhigen verkehrsfreien Lage am sanft ansteigenden Westufer des Ammersees geprägt. Das lang gestreckte Baugrundstück befindet sich am Ortsrand und fällt zur offenen, freien Landschaft sanft ab. Am höchsten Punkt kann man den Blick über die Felder-Landschaft auf das gegenüber liegende Ufer und weiter bis in die bayerischen Alpen schweifen lassen. Die wesentlichen Wünsche der Bauherren waren einerseits, diese Landschaft spürbar ins Haus einfließen zu lassen, andererseits ein Gefühl der Geborgenheit in Garten- und Innenraum zu schaffen, ohne durch ungewollte Einblicke von Passanten und Nachbarn gestört zu werden.
Die Gesamt-Konzeption wurde nach dem Entwurf für das Gebäude durch Helgo von Meier auf den Außenbereich übertragen und in enger Zusammenarbeit mit Keller Landschaftsarchitekten fortgeführt. Haus und Garten, gesehen als Übergang von Dorf in die Landschaft, wurden so aufeinander abgestimmt, dass Gebäude und Pflanzen, die sich ergänzenden, räumlichen  Begrenzungen des Gartens bilden.
Das Haus wurde mit zwei unterschiedlichen Ebenen entwickelt: die Erdgeschoß-Ebene folgt als Split-Level dem natürlichen Geländeverlauf und öffnet sich mit 3,80 Metern Raumhöhe und voller Breite zur Gartenlandschaft. Die Obergeschoß-Ebene schwebt als höher liegendes „Wohn-Deck“ mit durchgehendem Balkon über der Landschaft (und in den Baumkronen) und gibt den Blick über das Gelände frei.
Die Fassaden und sichtbaren Dachflächen zur Straße sind mit großformatigen Holzfurnier-Tafeln verkleidet, die sich thematisch in die umgebende Bepflanzung und Landschaft einfügen. Zur Gartenseite reflektiert die Fensterfront die weißen Einbauten von Wohnzimmer, Küche und Bibliothek, so dass der Eindruck des nahtlosen Übergangs vom Innenraum in den Garten weiter verstärkt wird.
Die Gewinn bringende Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft hat es ermöglicht, auch den Innenraum als spannungsreiches Gesamtensemble zu entwickeln. Durch die Auswahl von Farbe und Material, die Integration von Second-Hand Elementen in neue abstrakte Einbauten und die Planung von natürlicher und künstlicher Beleuchtung, konnten die gewünschten unterschiedlichen Atmosphären definiert werden.









Projektdaten

Planer:

Architekten: vonMeierMohr Architekten
Landschaftsarchitekten: Keller Landschaftsarchitekten Partnerschaft

Fachplaner:
Statiker:  Dierk Bergmaier
Lichtplaner: light news Gabriele Allendorf, Mensch und Licht,  Matthias Müller

Firmen/Handwerker:
Rohbau: Urban Weber Bau
Zimmerei / Holzfassade: Zimmerei Höfle
Trockenbau / Innenausbau: S. Birkmeier Akustik Trockenbau
Schreinerei / Innenausbau:Schreinerei Wohnstudio Peter Graf

Projektdarstellung:
Fotografie: Cordula de Bloeme, Hans Engels